Ostfriesland
24.04.2008
Wachstumsregion spricht sich für Emsvertiefung aus
 
Die Mitglieder fordern einen schnellen Beginn der Arbeiten. Dies habe eine große Bedeutung für die maritime Wirtschaft. Die Bedenken der Ems-Fischer sollten damit nicht verharmlost werden.
Ostfriesland - Angesichts der Proteste der ostfriesischen Fischer gegen die Vertiefung der Außenems ist die Wachstumsregion Ems-Achse besorgt darüber, dass sich die "für den Emder Hafen dringend notwendige Umsetzung" des Projekts verzögern könnte.
„Die Bedenken der Ems-Fischer sollen nicht verharmlost werden. Doch wir haben den Eindruck, dass dieser Aspekt in der öffentlichen Wahrnehmung und im politischen Raum derzeit sehr stark in den Vordergrund gespielt wird und das Vorhaben dadurch verzögert werden könnte“, sagte der Vorsitzende der Wachstumsregion, Manfred Wendt, während der Regionalratssitzung der Ems-Achse in Aurich vor rund 60 Teilnehmern aus Wirtschaft und Politik.
Wendt: Fischerdörfer sind eine wichtige Attraktion für Ostfriesland
Wendt betonte, dass die Fischerdörfer Ditzum und Greetsiel aus touristischer Sicht eine wichtige Attraktion für das Ferienland Ostfriesland seien. Auch die Existenzängste der betroffenen Betriebe solle keineswegs verharmlost werden. Jedoch würden in dem Verfahren zur Vertiefung der Ems um einen Meter auf 9,50 Meter die Belange der Fischer in ausreichendem Maße berücksichtigt.
„Das ungewöhnlich starke politische Engagement für diese vergleichsweise kleine Gruppe haben wir daher mit Verwunderung und ein wenig Sorge beobachtet“, sagte der Vorsitzende, der die große Bedeutung der Emsvertiefung für die gesamte maritime Wirtschaft in der Region betonte.
Der SPD-Bundestagsabgeordnete und Landeschef der Sozialdemokraten in Niedersachsen, Garrelt Duin aus Hinte, versicherte, dass die Bedenken und Einwände der Fischer zu keiner Zeit das Verfahren zur Vertiefung der Außenems verzögert oder behindert hätten. Dieser Eindruck mag in der öffentlichen Diskussion entstanden sein, sei jedoch zu keiner Zeit der Fall gewesen. Das überparteiliche Bemühen der Politik für die Interessen der Fischer sei zudem wichtig und richtig gewesen. Gleichzeitig sei den Abgeordneten der Landes-, Bundes- und Europaparlamente die dringliche Notwendigkeit der Vertiefung für den Emder Hafen und die insgesamt starke maritime Wirtschaft in der Region sehr bewusst.
 
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