Der Proteststurm der Tierschützer hat nun erreicht, dass die Katzen nicht abgeschossen werden, sondern lebend eingefangen und kastriert werden!! Die vorsintflutliche Idee der Insel Borkum, die verwilderten Katzen einfach abzuknallen, ist somit vereitelt worden. Wahrscheinlich eher aus  Angst vor Einbußen im Tourismus, als aus Einsicht,  hat die Insel Borkum ihre Abschußpläne vorerst zu den Akten gelegt. Nun wird der Verstand eingeschaltet und gemeinsam mit den Tierschützern eine vernünftige Lösung ausgearbeitet. Warum nicht gleich so? Sollten da wieder Kosten eingespart werden zum Leid der Tiere?? Außerdem kann man sich einfach nicht vorstellen, dass durch die Ballerei der Jäger Vögel geschützt werden > doch eher verjagt!!  HB.    Kommentar Dyklopers 

 

Von doris Zuidema Ostfriesenzeitung  Okt.13

Sie wollen, dass die Katzen auf Borkum nicht getötet, sondern kastriert werden. Vertreter von der Nationalpark- und Stadtverwaltung kamen dazu. Beide Seiten bestätigten, dass sehr sachlich über das Problem diskutiert worden sei.

Borkum - Eine erste Protestaktion gegen den Abschuss von streuenden Katzen zum Schutz von Wiesenvögeln hat es am Freitagvormittag vor der Tourismuszentrale auf Borkum gegeben. Die Urlauber Andreas und Sabine Vogt, die sich ihrem Heimatort Düsseldorf für den Baum- und den Tierschutz engagieren sowie Marlies Kubinska und Gabi Lork vom Tierschutzverein Borkum verteilten Flyer an Insulaner und Gäste. Die Flyer waren vom Tierschutzverein Rheiderland hergestellt und auf die Insel versandt worden. Ein Fernsehteam des Norddeutschen Rundfunks filmte vor Ort. „Wir haben mehr als 1000 Flyer verteilt und sind dabei auf großes Interesse gestoßen“, sagte Andreas Vogt hinterher. Auf einen Stand und Megafone hätte die Gruppe bewusst verzichtet. „Wir wollen das Thema nicht emotional hochputschen, sondern nach einer Lösung suchen.

Ihrem Ziel einen kleinen Schritt näher kamen die Aktivisten, als Gundolf Reichert und Bernd Oltmanns vom Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer sowie der Umweltbeauftragte der Stadt Borkum, Jens Albrecht, und der Stellvertreter des Bürgermeister, Frank Pahl, die Informationsveranstaltung besuchten. „Wir haben uns sachlich unterhalten“, bestätige Frank Pahl. Es hätten aber nur wenige Interessierte die Diskussion verfolgt. Pahl ärgert sich darüber, dass die Insel wegen der Katzenabschusses bundesweit in die Negativschlagzeilen geraten ist. „Das ist weder unser Projekt noch sind wir die Ansprechpartner.“ Dennoch gingen bei der Borkumer Verwaltung bitterböse Mails sowie üble Beschimpfungen über Facebook und Twitter ein. „Das ist nicht mehr sachgerecht“, sagt Pahl. Er befürchtet, dass der Tourismus auf der Insel Schaden nehmen könnte.

Gundolf Reichert von der Nationalparkverwaltung erläuterte, dass man sich dem Thema angenähert habe. „Es soll künftig vermehrt Kastrationsaktionen für Hauskatzen auf Borkum geben“, sagte er. Angedacht sei auch, verwilderte Katzen von der Insel fortzubringen. „Die Umsetzung beider Verfahren ist aber schwierig und hängt davon ab, ob es genügend Tierschützer gibt, die dabei eine aktive Rolle übernehmen wollen“, so Reichert. „Wir werden die Tierschützer in die Pflicht nehmen.“ Beim nächsten Runden Tisch, an dem Vertreter von Stadt, Landkreis Nationalparkverwaltung Tierschutz und Jägerschaft zusammenkommen, werde nach Lösungsmöglichkeiten gesucht, versprach Reichert. „Soweit ich weiß, ist der Termin noch in diesem Jahr.“

 

 

 

 

Ostfriesen Zeitung, 14.12.2010

AWG: "Gänse im Rheiderland sind Gesundheitsrisiko"

Rheiderland - Nach der Ansicht von Gerd Koch, dem Vorsitzer der
Kreistagsfraktion der Allgemeinen Wählergemeinschaft (AWG), stellen
die Gänse, die im Rheiderland massenhaft überwintern, ein erhebliches
Gesundheitsrisiko für die Bevölkerung dar.

"Allein der Kot, der von diesen Tieren ausgeschieden wird, führt zu
gesundheitlichen Beeinträchtigungen, insbesondere zu einer nicht zu
unterschätzenden Salmonellengefahr", so Koch wörtlich in einer
Pressemitteilung. Der Kot müsse zwangsläufig zum Botulismus führen.
Dabei handele es sich um eine schwere, lebensbedrohliche
Lebensmittelvergiftung.

"Wie sieht der Landkreis die Gänsesituation im Rheiderland?", fragt
Koch. Und: "Wie hoch schätzt die Kreisverwaltung das Gesundheitsrisiko
infolge einer Überpopulation ein?" Um Antworten bittet der Vorsitzer
der AWG-Kreistagsfraktion in der nächsten Sitzung des
Umweltausschusses.

 
Zu viele Gänse Gesundheitsrisiko ?
Es gibt ja bekanntlich keine dummen
Fragen. Aber der Sinn einer AWG-Anfrage an den Landkreis " Ob Gesundheitsgefahren von zu vielen Gänsen ausgeht " bleibt dem logischen Menschenverstand verschlossen. Wenn in diesem Zusammenhang auch noch davon gefaselt wird, dass die Gänsekot-Menge zwangsläufig  zu Botulismus führen muss- eine durch Bakterien verursachte Vergiftungserkrankung deren erscheinen mit der Verwendung von Verdorbenen Futter oder durch ausbringung von unbehandeltem Hühnerkot aus Massentierhaltung auf Weideflächen im Zusammenhang steht-  kann davon ausgegangen werden, dass es hierbei eher um Panikmache und krude Naturschutzphobie geht. Ehrlicher wäre eine Anfrage des Herrn Koch die lauten würde: Warum dürfen meine Jäger Freunde nicht noch mehr Wildgänse schießen? Weihnachten steht vor der Tür! Oder wie kann ich noch mehr Wählerstimmen aus dem rechten Sumpf der Unzufriedenen generieren?
Meines Wissens stellen die unkrontrollierbaren Gänse " Heerscharen" nur insofern eine Gesundheisgefahr für uns Rheiderländer dar, als dass man Berichte über groteske Anfragen populistischen Gruppierungen ertragen muss!
Willy Ostendorp    De Dyklopers
Aus der Von Gänsen okupierten Zone
Rheiderland


 

 

 

Der Wecker,   Sonntagszeitung für den Landkreis Leer, 01. Februar
2009

Emsauen: Schutz gelockert

Das bisherige EU-Vogelschutzgebiet wurde zum Naturschutzgebiet.

 

 

 


Damit machte der Kreistag Leer den Weg für Emsstaus im Sommer frei.
Von Doris Zuidema
KREIS LEER. Mit 39 Ja-und acht Gegenstimmen beschloss der Kreistag
Leer am Mittwoch die Ausweisung eines Naturschutzgebietes „Emsauen
zwischen Ledamündung und Oldersum" in den Gemeinden Westoverledingen,
Jemgum, Moormerland und der Stadt Leer. Damit werden die bisher
geltenden, wesentlich strengeren Bestimmungen gelockert. Denn
bislang waren die Emsauen faktisch ein Vogelschutzgebiet nach
EU-Richtlinien. Maßnahmen jedweder Art durften nicht einmal überprüft
werden. Das ist jetzt anders.

Jenny Daun, Baudezementin beim Landkreis Leer, erläuterte, man habe
diese EU-Richtlinie nun in nationales Recht umgesetzt, um sie für die
Region maßzuschneidern und damit insbesondere die Belange der
Landwirte in diesem Gebiet stärker berücksichtigen zu können. Den
Vorteil für die Landwirte durch klarere Regelungen erkennen auch die
Kritiker an. Der wahre Hintergrund für die Ausweisung als
Naturschutzgebiet und die damit verbundende Lockerung der
Bestimmungen sei aber das laufende Verfahren um eine Genehmigung für
Sommerstaus der Ems.

So hatten sich im vergan­genen Frühjahr
Staatssekretäre und andere hochrangige Vertreter des Wirtschafts-,
des Landwirt­schafts- und des Umweltministeriums in Leer getroffen,
um die Ausweisung zum Naturschutzgebiet auf den Weg zu bringen -gleich
nachdem das Gebiet seit 1. Januar 2008 in den Zuständigkeitsbereich
der Unteren Naturschutzbe­hörde des Landkreises ge­fallen war.

Zuvor waren die Emsauen von der Be­zirksregierung und nach deren
Auflösung vom Nie­dersächsischer Landesbe­trieb für Wasserwirtschaft
Küsten- und Naturschutz (NLWKN) mit Sitz in Norden verwaltet worden.
Darauf, dass die Kreisver­waltung bei der Auswei­sung des Gebietes
nicht in erster Linie Natur und » Umwelt im Auge hat, deuten zwei
weitere Faktoren hin.

 Zum einen gibt es zwar ganz viele klare
Regelungen für Landwirte, aber kaum Einschränkungen für Jäger. Zum
anderen sieht sich die Kreisverwaltung nicht in der Lage zu
verhindern, dass zigtausende Menschen über den Deich trampeln
, wenn
die Luxusliner der Meyer-Werft überführt werden. Dann -so eine
Kritikerin - werde das neue Naturschutzge­biet Emsauen im wahrsten
Sinne des Wortes mit Füßen getreten.

 

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