Zum Thema: Segler sehen Schleuse mit gemischten Gefühlen

 

Nach wie vor unrealistisch  ist die Idee, die Ems aufzustauen:

 Gibt es doch einige Fakten, die es zu bedenken gilt:

Der Dollart und die Emsmündung zählen zu den einzigartigen Ästuaren in Niedersachsen, in dem ein natürlicher Wasseraustausch mit dem Wattenmeer stattfindet. Gerade diese Tatsache macht Ostfriesland als  “Gezeitenland“ einzigartig!  Im Wattenmeergebiet gibt es vier derartige Ästuare mit 'offenem Zugang' zum Wattenmeer, nämlich die Varde Å im dänischen Wattenmeergebiet und die Elbe, die Weser und die Ems im deutschen Wattenmeergebiet, während im holländischen Teil keine Ästuare erhalten geblieben sind.  Sollte eine Schleuse im Sperrwerk eingebaut werden, würde aus der Ems ein stehendes, vielleicht stinkendes  Süssgewässer. > Ein Supergau für das Ökosystem Ems/Dollart.  Die reale Sichtweise eines solchen Eingriffs, ist scheinbar durch Eurozeichen in den Augen der Tourismusbranchen,  und klammen Gemeindekassen entlang der Ems verblendet,. Mit dem jetzigen Zustand der Ems, können  keine Touristenmassen mehr angelockt werden. Politische Entscheidungen haben dafür gesorgt, die Ems der Meyer-Werft zu opfern,  Und somit die  Freizeit-Skipper schlichtweg “verjagt“! Verschlickte Häfen,  eine abnormale, gefährliche  Strömung oder ein Schlammbad in der Ems sind  nicht gerade touristenfreundlich. Das einzige “Highlight“ was den Ostfriesen und Touristen auf der Ems geboten wird sind  Massenmenschenbelustigungsschiffe , die gebaut werden von unterbezahlten Arbeitern.

De Dyklopers e.V.

 

Antrag des Landkreises Emsland liegt ab 28. März in den Kommunen aus/ Presseinformation vom 26. März 2012

Oldenburg/ Meppen - Um die Überführungssicherheit für zwei Schiffe der Meyer-Werft im September 2012 und im September 2014 zu gewährleisten, hat der Landkreis Emsland nun einen Antrag auf gehobene wasserrechtliche Erlaubnis beim NLWKN (Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz) gestellt. „Es geht dem Antragsteller darum, innerhalb des genehmigten Winterstaus die Nebenbestimmungen des Sperrwerksbeschlusses zu Salz- und Sauerstoffwerten für diese beiden Überführungen vorsorglich auszusetzen, da im Moment nicht abzusehen sei, wie sich diese Parameter zum Überführungszeitraum verhalten werden", erläuterte Franz-Josef Sickelmann von der zuständigen Genehmigungsstelle des NLWKN. Ferner ist beantragt, für die Passage im September 2012 auch die zulässige Jahresgesamtstaudauer vorsorglich von 104 auf maximal 128 Stunden zu erhöhen.

Gleichzeitig ist vorgesehen, die beiden Überführungen für weitere Untersuchungen hinsichtlich der Salz- und Sauerstoffentwicklung der Ems unter Staubedingungen zu nutzen.

„Der Antrag wird nun geprüft und liegt zwischen dem 28. März und dem 27. April 2012 in den angrenzenden Kommunen zwischen Papenburg und Emden aus und kann dort von allen Interessierten eingesehen werden", ergänzte Sickelmann. Einwendungen gegen das Vorhaben müssten Betroffene bis zwei Wochen nach Ablauf der Auslegungsfrist - also bis zum 11. Mai 2012 - einreichen. Ein Erörterungstermin ist für den 10. Juli in Leer vorgesehen

 

Die Ems läuft den Verantwortlichen aus dem Ruder,

in unseren Einwendungen gegen die Vertiefung der Ems und die damit verbundenen massiven Baggerungen und zum Bau des Stauwerks haben wir seit 1993/1994 davor gewarnt, dass

 

> die Strömungsgeschwindigkeit massiv zunehmen wird

> die Häfen und Gräben verschlicken und  werden

> die Häfen vor dem Stauwerk bei einer Schließung ( bei Sturmfluten) des Stauwerks überflutet werden

> es werden sich Auskolkungen bilden

Mit dem Bau des Stauwerks (welches den Bürgern als Sperrwerk verkauft wurde und wird ), doch hauptsächlich für die Meyer-Werft gebaut wurde, um die Ems zur Überführung der Luxusliner aufstauen zu können, wurde das Schlickproblem nicht verbessert. Baggerungen sollten minimiert werden, doch das Gegenteil ist der Fall. Vor jeder Überführung wird massiv gebaggert.

Wahrscheinlich vor lauter Verzweiflung wurde das Stauwerk “zweckentfremdet“ und sollte als Schlickbremse dienen, doch dieser Versuch endete katastrophal > ein Schiffsdalben wurde einfach weg gespült , ein 14 m tiefer Krater ist durch diese Auskolkung im Emsgrund vor dem Sperrwerk entstanden. Keiner hat dieses vorhergesehen, die Ems ist außer Kontrolle geraten.

Und das alles wegen einer Werft, die nicht an die Küste will.

Es ist nur eine Frage der Zeit, bis die Deiche versacken werden, denn auch an vielen Stellen emseinwerts finden Auskolkungen statt. Unvorstellbar, dass hier die Sicherheit der Deiche und damit die Sicherheit der Menschen entlang der Ems für die umweltschädigende Firmenpolitik einer Werft und der aufs Spiel gesetzt wird.

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