Häuser bekommen Risse durch Versackungen > durch das stetige Ausbaggern der Ems!
Immer mehr Hauseigentümer entlang der Ems stellen Risse in den  Wänden ihrer Häuser fest. Sie beobachten ein stetiges Fortschreiten der Risse: Tapeten und sogar Fliesen an den betroffenen Wänden reißen ein. 
 Als Grund werden Erdversackungen angenommen, die durch das Ausbaggern der Ems ausgelöst werden.
 Daher wurde von uns eine Petition zum Bundes- und Landtag eingereicht. Wir forderten darin, dass eine geologische Untersuchung und ein Beweissicherungsverfahren eingeleitet wird .

 

Zum neuesten Planfststellungsverfahren reichten wir, De Dyklopers und die betroffenen Anwohner, Einwendungen gegen den weiteren Ausbau der Ems ein. Auch hier wurde von der Wasser-u-Schifffahrtsdirektion Nordwest nicht darauf eingegangen, im Gegenteil, es wurde eine vorläufige Anordnung für Teilmaßnahmen erteilt.

Ein Beweissicherungsverfahren vor der nächsten Fahrrinnenverlegung und Vertiefung könnte Klarheit für beide Seiten bringen, aber Klarheit scheint nicht gewollt zu sein.  

Die betroffenen Bürger, die ihr Eigenheim auch im Rentenalter nutzen möchten, fühlen sich hier von den Politikern der Region, allein gelassen.

 Wärend das Planfeststellungsverfahren noch läuft, hat Herr Meyer die neuen Aufträge schon längst unterschrieben. Mit dem Planfeststellungsverfahren wird den Bürgern und Umweltvereinen  suggeriert, dass sie beteiligt und ihre Meinung gefragt ist.

 Die Realität sieht leider anders aus. Der Tanz ums goldene Kalb geht weiter!  

  

Juni 06 online news:
Warnung vor ökologischem Tod der Ems - Naturschützer werten weitere Ausbaggerung des Flusses als Zugeständnis an Meyer Werft --Von ddp-Korrespondent Holger Szyska--
 

«De Dyklopers» schlagen Alarm. Gleich an die Petitionsausschüsse von Bundes- und Landtag hat sich der Verein gewandt. Durch die Ausbaggerung der Ems seien Häuser an den Deichen versackt, behauptet die Vereinsvorsitzende Elfriede Oorlog aus dem ostfriesischen Mitling-Mark. Vielfach seien Risse im Mauerwerk aufgetreten. Die Folgen der Emsvertiefungen müssten durch geologische Untersuchungen erfasst werden.


Durch die Ausbaggerung der Ems seien Häusern an den Deichen versackt, behauptet die Vereinsvorsitzende Elfriede Oorlog aus dem ostfriesischen Mitling-Mark. Vielfach seien Risse im Mauerwerk aufgetreten. Die Folgen der Emsvertiefungen müssten durch geologische Untersuchungen erfasst werden. Mit ihren Vorwürfen stehen die im Verein organisierten Ems-Schützer nicht allein. Im laufenden Genehmigungsverfahren für erneut geplante Ausbaumaßnahmen mehren sich die Bedenken. Nach Angaben der Wasser- und Schifffahrtsdirektion Nordwest (WSD) in Aurich sind im öffentlichen Beteiligungsverfahren bis zum Fristablauf rund 250 Einwendungen und Stellungnahmen eingegangen. Geäußert hätten sich sowohl Privatleute als auch Verbände und Behörden, sagt WSD-Sprecher Frank Norda. Neben der Sorge um Gebäude gebe es Befürchtungen um die Gewässerqualität. Auch auf Verkehrseinschränkungen durch die baubedingte Sperrung der Jann-Berghaus-Brücke bei Leer werde verwiesen. Beabsichtigt ist, den Fluss stellenweise um etwa 40 Zentimeter zu vertiefen. Zudem soll die Schifffahrtsöffnung der Jann-Berghaus-Brücke bei Leer im Sommer 2008 von 40 auf 56 Meter verbreitert werden, um auf der Meyer Werft in Papenburg gebaute Kreuzfahrtschiffe weiterhin reibungslos in die Nordsee überführen zu können. Denn die Ozeanriesen werden immer größer. Die Gesamtkosten beziffern Umweltverbände auf rund 20 Millionen Euro. «Die erneute Emsvertiefung ist der ökologische Tod der Ems», warnt der Vorsitzende des Naturschutzbundes Niedersachsen, Hans-Jörg Helm. Die Pläne seien nicht genehmigungsfähig, weil der zugesagte ökologische Ausgleich für bereits vollzogene Vertiefungen bislang nicht in Angriff genommen worden sei. Wegen der stetigen Ausbaggerungen könne der Fluss kein natürliches ökologisches Gleichgewicht entwickeln. Laut Helm fallen jährlich bis zu zwei Millionen Kubikmeter Baggergut an. Dabei sei die Errichtung des Sperrwerks bei Gandersum einst damit begründet worden, dadurch Baggerungen reduzieren zu können. Wegen der unvermeidlichen Ablagerung des Schlicks sei eine Zerstörung weiterer schützenswerter Feuchtgrünwiesen zu befürchten, sagt er. Helm betont deshalb, dass ein zweites Standbein für die Meyer Werft unerlässlich sei. Es sei nicht notwendig, jede Schiffsgröße im Binnenland in Papenburg zu bauen. «Die Sicherheit der Menschen hinter den Emsdeichen hat Vorrang», sagt Helm. Es stelle sich die Frage, wann die Deiche in die Ems rutschten. In seiner Einwendung an die Planbehörde schreibt der Naturschutzbund: «Das Ausbauvorhaben ist rein wirtschaftlich begründet und bezieht sich auf in Zukunft zu erwartende maximale Maße für Kreuzfahrtschiffe.» Daher solle geprüft werden, ob ein Ausbau der Ems aus öffentlichen Mitteln gerechtfertigt sei oder als Subventionierung eines Werftstandortes gewertet werden müsse. Wie der Naturschutzbund warnen auch der BUND-Landesverband und der WWF Deutschland vor Verstößen gegen Bundes- und Europarecht. Sie gehen davon aus, dass der Sauerstoffgehalt des Gewässers weiter abnimmt. «Das geht aus den Antragsunterlagen hervor», sagt Vera Konermann, Ems-Expertin des BUND. Inwieweit die Einwände gegen den Flussabau Wirkung zeigen, wird sich bei einem Erörterungstermin in den nächsten Monaten erweisen. Dann wollen Kommunen, Umweltverbände und Bürger die Argumente pro und contra Emsausbau bewerten. ddp/pnw/kos.

 

 
 
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